Archiv der Kategorie: Blender

Simulation des U-Boots ARA San Juan (Implosion + Sinken)

Dies ist eine Struktursimulation der letzten Momente des U-Boots aus Argentinien, das durch sein spurloses Verschwinden im letzten Jahr (2017) bekannt geworden ist. Die Simulation macht sich neuen Programmcode zu Nutze, der Strömungswiderstand und Druck von Wasser berechnet, um die auf den Druckkörper einwirkenden Kräfte zu reproduzieren. Physikalische Parameter wie Maßstab, Masse, Druck und Dichte des Wassers entsprechend der Realität.

Das Modell selbst war jedoch so komplex, dass Abstriche bei der Diskretisierungsdichte in Kauf genommen wurden, um die Simulationszeiten im Rahmen zu halten. Während Volumen und Kontaktflächen der einzelnen Elemente immer noch aus der Geometrie heraus korrekt berechnet werden, kann das Verschmelzen mehrerer Strukturelemente nur als Annäherung an die reale Welt gesehen werden und demzufolge sind Abweichungen zu erwarten. Die Ergebnisse sind im wissenschaftlichen Sinne mit Vorsicht zu genießen.

3D-Rekonstruktion der Trümmer der Morandi-Brücke

Für eine geplante Revision der frühen Simulationen der Morandi-Brücke, ist dieses 3D-Modell mittels photogrammetrischer Methoden aus dem vorhandenem Bildmaterial entwickelt worden. Dies wird insbesondere zur Validierung der Simulationsergebnisse von Nutzen sein, kann aber auch für sich genommen schon Rückschlüsse auf den Verlauf zulassen.

Es handelt sich genau genommen um mehrere 3D-Rekonstruktionen, aufgenommen zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Aufräumarbeiten, welche zur besseren Veranschaulichung übereinander geblendet werden. Dadurch kann man einen besseren Eindruck der einzelnen Trümmerschichten bekommen, welche sonst nicht direkt ersichtlich ist.

Ein Überlegung ist auch jene, die Trümmerteile in 3D nachzuformen und per Keyframe-Animation an die entsprechenden Originalpositionen an der intakten Brücke zurückzuführen, um so einen besseren Überblick über die tatsächliche Einsturzdynamik, oder mindestens der Bewegungsrichtungen, zu erhalten.

Verbessert werden könnte dieser Ansatz durch den Einsatz einer Kombination von Rigid Body-Simulation und Keyframe-Animation um überdies Kollisionen zu ermöglichen, obwohl die Trümmerteile trotzdem auf ihre vorgegebenen Endpunkte geführt werden. Allerdings könnte sich das in der Praxis als sehr schwierig erweisen und macht daher intensivere Forschung nötig, könnte aber in Zukunft ein interessanter Ansatz für die Rekonstruktion solch katastrophaler Ereignisse sein.